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Circuit Songs
(2007, Jazzland/Universal 0602517155190)
Erste Assoziation: Anja Gabarek. Zweite Assoziation: Kari Rueslåttten. Dritte Assoziation: Anneli Drekker. Irgendwie scheint es eine norwegische Gemütskonstante zu geben, die intelligenten Pop jenseits aller Charts-Formate begünstigt. Aber was ist es nur, das all diese Frauen herrlich verschrobenen Pop, vermengt mit charmanter JazzFärbung und kleinkindhaft verspielten Sample-Elementen ausbrüten lässt? Ihre Gehirne müssen den Dachböden alter Häuser gleichen, wo man in verstaubten Seemannskisten stets Neues entdecken kann, sich spielerisch verkleidet und bei all dem sorglosen Treiben die Zeit vergisst.
Live Maria Roggen jedenfalls ist alles andere als eine unbedarfte Naive: Seit ihrer Kindheit beherrscht sie Geige und Piano; sie spielte mit Andreas Haug im Duo Tu'ba, bei Come Shine und bei Wibutee. Sie stand beim Molde Jazzfest mit Pat Metheny auf der Bühne und unterrichtet an der Musikakademie in Oslo ebenso wie am Jazzkonservatorium in Trondheim. Ihr Solo-Debüt nun erscheint auf Bugge Wesseltofts Label Jazzland, und das passt schon sehr gut: Wie alle Jazzland-Künstler ist auch Live Maria dem tanzbaren Experimental-Jazz zuzuordnen und in Septim-Akkorden ebenso bewandert wie in der Sampling-Technik. (peb)
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