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Back From Serbia
(2006, Helmi Levyt Helmi009)
Die Entdeckung der Leichtigkeit im Folkpop. Diese Sibirier rund um den Multi-Instrumentalisten Mikael Hakkarainen kommen nicht mit schneebedeckten Pelzmützen daher, sondern in bunten, fließenden Sommerstoffen. »BACK FROM SERBIA«, das zweite Album des Quartetts aus Helsinki, ist trotz Banjo, Mandoline und Violine ganz entschieden kein Neo-Folkie-Werk. Sondern ein sinnlicher und unbeschwerter Glücksfall aus einem zu Unrecht abgelegenen Winkel des bekannten Pop-Universums. Auf diese Musik könnten sich Elliot Smith, Belle And Sebastian und Paul Simon einigen.
Mit südosteuropäischer Folklore hat diese Musik nichts gemein, aber Mikael H und seine bestens aufgelegte Begleitband lieben das Spiel mit Ironien. Kultivieren ihren schlunzigen Charme und bezaubern mit manchmal melancholischen Alltagsminiaturen. Geprägt von Hakkarainens sanfter, aber ausdrucksstarker Stimme schaffen es die Vier, die Hörer gleich mit dem Opener »Aeroplane« um die Finger zu wickeln: einem temporeich-naiven Sahnestückchen mit frech-gekonnten Tempowechseln. Diese Sibirier bringen das Kunststück fertig, dass man beim Hören einige Zentimenter vom Boden abhebt. So wie ein Luftballon, der schwerelos gen Himmel schwebt. (emv)
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