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Inland Traveller
(2001, Stickman/Indigo Psychobabble 034)
Es knistert, knirscht und knarzt. Pathetische Moll-Trompeten setzen ein. Wabernde Westernsounds. Nur von der grandiosen Stimme Jakom Nyströms hinsichtlich Nachdenklichkeit und resignierender Lakonie übertroffen. Selten war ein Opener eines Albums derart intensiv und verheißungsvoll. Balladesker und folkiger geht es weiter, die prägende Schwermut des schwedischen Umeå immer im Gepäck. Orientierungslose Gedanken voller Fernweh und Wehmut mäandern durch die einsetzende Dunkelheit, die Perspektive in schwarze Schwaden getaucht.
Dennoch macht sich eine Aufbruchsstimmung breit, eine mit tief hängenden Köpfen. Melancholisch wärmt das Lagerfeuer gegen die einsame Kälte an. Noch ein paar Schritte. Das whiskeygetränkte Akkordeon, die wildherbe Westerngitarre und unprätentiöse Posaunen hinterlassen tiefe Spuren im Country-Sand. Eine Fährte, die manchmal haarscharf auf der Klippe zu Kitsch balanciert, dann aber ihre Richtung findet: Immer hin zum glühenden Sonnenuntergang. (maw)
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