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7
(2011, Edel 0206659CTT)
In Norwegen kennt sie jeder – kein Wunder, denn nach 13jähriger Musiker-Tätigkeit kann Unni Wilhelmsen auf sechs zum Teil zauberhafte Alben zurückblicken, die in ihrer Heimat für einigen Wirbel und auch Auszeichnungen gesorgt haben. Die Sängerin, die in ihren besten Momenten die Merkmale von Suzanne Vega und Joni Mitchell in sich vereint, hat sich für »7« mit den beiden Produzenten Jan Bang und Erik Honoré zusammengetan – zwei Visionäre, die in den letzten Jahren besonders für ihr "Punkt Festival" gelobt wurden.
Wenn Jan und Erik das Soundbild beeinflussen, wird's ein Stück weit elektronischer, und hochkarätige Gäste aus der norwegischen Jazz/Avantgarde-Szene bleiben nicht aus. Bassist Audun Erlein und Lars Danielsson, Gitarrist Eivind Aarset, Trompeter Arve Henriksen, David Wallumrød an der Orgel und Drummer Anders Engen locken Kennern ein Lächeln auf die Lippen, weil Musiker wie diese sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass Norwegen im Electronic Jazz-Genre ganz vorne mitmischt. Auch Unni Wilhelmsens Musik tut es gut, solche Persönlichkeiten an sich heranzulassen. Überraschende Soundscapes, pfiffiges Drum-Programming und elektronisch unverbrauchte Klänge fügen sich bestens in die schmeichelnden Pop-Balladen und garantieren ihnen eine lange Haltbarkeit. Wie so etwas dann bei einer bekannten Melodie tönt, kann man bei »Both Sides Now« nachhören. Diesen bereits unzählige Male gecoverten Song hört man bei Unni Wilhelmsen tatsächlich wieder gern. Und leider nur in der abschließenden Songskizze »Forslag Til Drøm« traut sich die Sängerin dann endlich einmal, norwegisch zu singen. (peb)
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