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Alle Rezensionen zu Erja Lyytinen
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Dreamland Blues
(2006, Ruf Records/In-Akustik RUF 1114)

Blues ist nicht eben eine Frauen-Domäne. Doch die – im Vergleich zu ihren männlichen Mitstreitern – eher zierliche finnische Gitarristin und Sängerin zeigt allen Kerls, was eine Blues-Harke ist. Der Ausgangspunkt für »DREAMLAND BLUES« liegt schon ein Jahr zurück, als Erha Lyytinen mit Ansley Lister und Ian Parker in den Südstaaten aufnahm. Diese Session – und die ihrer Meinung nach ähnliche Landschaft von Mississippi und Finnland – trugen anscheinend dazu bei, dass sie sich nun voll und ganz auf elektrischen Blues verlegte und mit ihrem Langzeit-Begleiter Davide Floreno erneut nach Mississippi ins Studio zog. Als Begleiter fungieren u.a. Kinney und David Kimbrough, die Söhne des legendären Junior Kimbrough. Und selbst Ian Hunter assistierte bei Background Vocals.

Und wie klingt’s? Als muskelstarke Gitarristin weiß Erja Lyytinen zwar zu überzeugen, doch ihre reine Stimme mag nicht so recht zum rauchig-dreckigen Blues passen. Punkten können daher vor allem die langsamen Songs wie das balladeske Instrumental »Voyager's Rest« oder der Slowblues »Lady« mit Drummer Kinney Kimbrough als Haupt-Sänger. (peb)

Erja Lyytinen: Dreamland Blues

Offizielle Website

Offizielle Website      www.erjalyytinen.com

   

Voracious Love
(2010, Ruf Records/In-Akustik RUF 1161)

Finnland ist nicht gerade bekannt als Heimatland vieler Blues-Ladies. Erja Lyytinen ist aber bereits seit einem knappen Jahrzehnt aktiv und hat in dieser Zeit ein handvoll feiner Alben veröffentlicht, wobei ihr mit »VORACIOUS LOVE« einen Schritt nach vorn gelingt. Zu hören gibt’s schneidigen Blues, stark im Rock geerdet und angetrieben durch ihre Gitarren-Soli. Mal elektrisch kraftvoll, mal durch akustische Instrumente dominiert, auch begleitet von Mundharmonika oder Streichern arbeitet sich die Finnin durch überraschend abwechslungsreiches Songmaterial.

Unterstützt durch Marco Hietala (Sänger bei Nightwish) und Paavo Lötjönen (Cellist bei Apocalyptica) entstand so abseits vom Massenmarkt ein hochwertiges und hörenswertes Bluesrock-Album. Leichte Defizite sind allenfalls bei Erjas Gesang festzustellen, der zwar sauber und makellos ausgeführt ist, aber eben nicht sehr markant und »bluesig«. (peb)



Siehe auch:
Nightwish
Apocalyptica



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