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Violent Heart
(2004, Aisti Records AISTICD04)
Janne Laurila ist ein Träumer, ein Geschichtenerzähler, ein Suchender und ein Liebender. Im Country-Pop hat der kreative Kopf hinter der Band aus Tampere das perfekte Medium gefunden, um großen Gefühlen mit Innigkeit und Tiefe auf seiner Gitarre nachzuspüren. Und das mit mit einer zurückgenommenen Souveränität, einer entspannten, präzisen Melancholie, die irgendwie sehr finnisch ist und die mit artifiziellen Cowboyhut-Lagerfeuer-Marlboro-Man-Stereotypen nichts zu tun hat.
Wolkengebilde rauschen hier über weite, blasse Himmel, und wir lassen los und lauschen der klaren, hohen Stimme von Laurila. Eine dezente Westernvioline schmiegt sich an die Songs. Die sich auf unspektakuläre Weise ins Herz schleichen und schließlich in der Schluss-Nummer »Slide» kulminieren, einem Werben um die Angebetete, das ungefähr so dringlich ist wie »Transatlanticism« von Death Cab For Cutie. Die Dame, die sich davon nicht hinreißen ließe, müsste ein Herz aus Stein haben. »Come On Now, I Am On Your Side«, mantrisch wiederholt. Gewonnen, Janne! (emv)
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