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Draw In The Reins
(2006, Fraction Discs Fraction 002)
Blasse, schmale junge Männer, die auf Parties lieber tiefsinnige Gespräche in der Küche führen als sich selbstverliebt-balzend auf der Tanzfläche zu produzieren, haben es schwer bei den Frauen. Es sei denn, sie sind schlau und gründen eine Band und singen genau über dieses Phänomen. Steven Patrick Morrissey ist der Held all dieser unverstandenen, intellektuellen Anfangszwanziger, und sein Einfluss wirkt bis heute nach. Mattias Björkas, Sänger und Mastermind des Quartetts Cats On Fire, hat sich von der süffisant-ironischen Leiderei der Smiths und des 80er-Jahre-Gitarrenpop inspirieren lassen und mit der EP »DRAW IN THE REINS« eines der viel versprechendsten Debüts des Jahres aus der Popecke vorgelegt. Und da ist noch viel Luft nach oben drin.
Lakonisch und präzise auf den Punkt gebracht kommen die fünf Songs daher, geprägt durch die sensible und variantenreiche Stimme von Björkas. Es sind intelligente Stücke, bei denen immer diese Grundtraurigkeit mitschwingt, was beim Hören höchst angenehme Herzschmerzen hervorruft. »I just can't get along with myself«, singt Björkas in »Higher Grounds» und setzt damit das Leitmotiv für die Platte. Das kennen wir doch alle. Bitte bald mehr. (emv)
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