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Alle Rezensionen zu WhoMadeWho
(Genre »Beats«, Land »Dänemark«)

 

WhoMadeWho
(2005, Gomma Gomma060)

Das Phänomen der nassgeschwitzten Stereoanlage hat nun auch Kopenhagen erreicht. Die drei WhoMadeWhos verschmelzen auf ihrem Debüt Disco und Rock, wie es in New York nicht angesagter sein könnte und zerren in der fortgeführten Traditionslinie Sounds von Roxy Music, Gang Of Four oder Talking Heads direkt wieder unter die blendende Diskokugel. Dabei sind die fünfzehn Tracks handgemachter, als es den ersten Anschein haben mag: Die Kuhglocke läutet eine diskopunkige Nacht ein, das verschleppte »Shake Your Boat« lässt die Basslinie freudig durchschwingen, und die erste Single-Einkopplung »Space For Rent« ist nichts weiter als ausufernder Hedonismus.

Die der kühlen Oberfläche geschuldete Distanz und die anorganisch hochglänzende Legierung der Produktion aber sorgt für einen erhöhten Stylefaktor, der die Glam-Elemente kurzerhand auf den Rücksitz befördert. Nur der hochhackige Falsettgesang Kjellbergs sorgt noch für so manchen Abtörner. Aber wer Projekte wie LCD Soundsystem, Scissor Sisters oder die neuen Soulwax mag, den erwartet hier durchgängig hüftwackliger Flow und die beste Tanzmusik aus Dänemark aller Zeiten. Hipstermäßiger Heißscheiß eben. (maw)



Siehe auch:
Bon Homme
Kasper Bjørke

 WhoMadeWho: WhoMadeWho

Offizielle Website

Offizielle Website      www.whomadewho.dk

   

Green Versions
(2006, Gomma Gomma081)

Die besten Coverversionen leben vom Bruch mit dem Original. Je weiter entfernt die stilistischen Parallelen, je obskurer die Interpretation, umso höher die Chance auf sinnvolle, zumindest aber schmunzelnde Neuauflagen. Vorrausgesetzt: Der Song ist gut und übersteht den Transformationsvorgang unbeschadet. Aber gerade da liegt das Problem der Kopenhagener, die all ihre beatslastigen, tanzbeinschwingenden Diskohämmer vom letzten Album in der Erde begraben.

Folkig, gar bluegrassmäßig bekommen die Songs neue Gewänder – aber die akustische Konfektionsware will nicht recht passen, auch wenn man sich stets die größte Mühe gibt, verschiedene Stimmungen, Stile und Knispeleien (so ganz mit der Elektronik können sie es doch nicht lassen) zu vereinen. Bis auf drei Ausnahmen erleiden die Ursprungstracks wenn schon keine Genickbrüche, dann ordentliche Blessuren. Gut also, dass diese Versionen nur so zum Spaß auf Aftershowparties oder im Tourbus entstanden. (maw)



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