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Green Versions
(2006, Gomma Gomma081)
Die besten Coverversionen leben vom Bruch mit dem Original. Je weiter entfernt die stilistischen Parallelen, je obskurer die Interpretation, umso höher die Chance auf sinnvolle, zumindest aber schmunzelnde Neuauflagen. Vorrausgesetzt: Der Song ist gut und übersteht den Transformationsvorgang unbeschadet. Aber gerade da liegt das Problem der Kopenhagener, die all ihre beatslastigen, tanzbeinschwingenden Diskohämmer vom letzten Album in der Erde begraben.
Folkig, gar bluegrassmäßig bekommen die Songs neue Gewänder – aber die akustische Konfektionsware will nicht recht passen, auch wenn man sich stets die größte Mühe gibt, verschiedene Stimmungen, Stile und Knispeleien (so ganz mit der Elektronik können sie es doch nicht lassen) zu vereinen. Bis auf drei Ausnahmen erleiden die Ursprungstracks wenn schon keine Genickbrüche, dann ordentliche Blessuren. Gut also, dass diese Versionen nur so zum Spaß auf Aftershowparties oder im Tourbus entstanden. (maw)
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