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Bastard Etno
(2010, Westpark/Indigo 87183)
Wie auch Alamaailman Vasarat entpuppt sich die Musik von Afenginn als ein bunter, kräftig gewürzter Eintopf aus Vielerlei: Polka und Punk steckt drin, Jazz und Psychobilly, Balkan-Beat und nordischer Folk, und natürlich Klezmer nicht zu vergessen. Böse Zungen würden sagen, auf ihrem vierten Album ist der dänisch-finnischen Truppe nichts Neues eingefallen, wohlgesonnene Zeitgenossen wie wir formulieren das jedoch eher so: »BASTARD ETNO« ist Rückblick und Ausblick in einem. Denn neben drei neuen Songs trifft man auch auf sieben Neueinspielungen von Instrumentals aus den Alben »RETROGRAD«, »AKROBAKKUS« und »REPTILICA POLARIS«.
In diesem Sinne fungiert »BASTARD ETNO« als Bilanz, als Zeichen, mit dem die Band signlisiert, wo sie steht, und wo sie sich hin orientieren könnte. Ein »Ethno-Bastard« wie dieses 2002 in Kopenhagen gegründete Quintett wird musikalisch immer neugierig bleiben, wird wie bisher die spannendsten Weltmusik-Stile assimilieren und das Endergebnis live sehr zupackend und mitreißend wieder ausspeien. Mit Klarinette, Geige, Madoline, Klvier, Gitarren und Schlagzeug – dafür ohne Gesang – gelingt Afenginn eine herzerwärmend frische Folk-Melange, der allenfals der ein oder andere (Gast-)Sänger tatsächlich einmal gut tun würde. Der Abwechslung halber. (peb)
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