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RE-COD3D
(2011, Westpark/Indigo 87205)
Als Schmankerl für Fans - und vielleicht auch für vereinzelte Zufallshörer - initiierten Valravn diese nette Sammlung aus Remixen, vorwiegend vom bislang letzten Album »Koder På Snor«. Dass die Blütezeit solcher Unterfangen bereits zehn bis fünfzehn Jahre zurückliegt, störte offenbar nicht. Geschenkt. Schade aber, dass der Großteil dieser Neubearbeitungen allzu durchschnittlich bis uninspiriert ausgefallen ist, so dass für den Konsumenten wenig Erquickung geboten wird. Und das wird leider ebenso den Valravn-Fans wie denen, die von anderswo herüberlugen, so gehen.
»Under bølgen blå« im Remix von Søren Bendixen, dem Gitarristen von Sorten Muld, bleibt maximal durch die Elemente aus dem Original nett anzuhören; es wurde nichts Reizvolles hinzugefügt oder umgearbeitet. Die sieben Minuten werden bald zu lang. Auch die niederländische Gruppe Omnia, der dänische DJ Kenneth Bager oder die britische Fast-Kultband Transglobal Underground haben nur Belangloses zu bieten. Die Tschechen Midi Lidi basteln Pseudo-Elektroclash mit billigen Computersounds, der Pole Pawel Rychert brettert mit einer halbherzigen Drum&Bass-Attrappe los und dem Amerikaner Carmen Rizzo gelingt immerhin ein atmosphärisch raunender Bassentwurf. Nicht nur die Idee einer Remix-Kompilation ist merklich alt geworden, auch viele der Einfälle dieser Remixe klingen wie aus der Neunziger-Jahre-Ramschkiste herausgekramt. Die Originale sind in diesen Fällen vollkommen ausreichend und absolut überlegen. (ijb)
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