|
Koder På Snor
(2009, Westpark/Indigo 87180)
Die Band um die färöische, nach wie vor wie ein Björk-Double klingende Sängerin Anna Katrin Egilstrøð führt ihren Weg kompromisslos und phantasievoll fort: Das Quintett bedient sich aus dem Liederschatz von Dänermark, den Färöern und Island, kombiniert mit eigenen Kompositionen und dramatischen Texten. Und auch bei ihrem Instrumentarium beweist Valravn diese typisch skandinavische Virtuosität, alte Klangerzeuger wie Drehleier, Handtrommel, Flöte, Mandola – stärker noch als auf dem Debüt – mit Samples und modernen Elektronika aufzuwerten, die verjüngend wie ein Aphrodisiakum wirken.
Dank der englischen Übersetzungen im Booklet bleiben auch die oft morbiden Texte nicht im Dunkeln: »In den höchsten Zweigen eines Baums saß einsam ein Mädchen, das Gesicht von einer Lampe beschienen. Alle ihre Liebsten sind fort, und der Todeswind fegte ihre Wange entlang.« Hui – zum Gruseln! (peb)
|