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Nysch
(2006, Xource/Music Networks Group XOUCD 140)
Sie selbst nennen es »Transglobal Tripfolk«, weil halt nun mal alles ein Etikett braucht. Und weil Bazar Blå betonen wollen, dass ihre Musik – obwohl den folkloristischen Traditionen verhaftet – sich gern von allem beeinflussen läst, was ihnen zu Ohren kommt: so etwa laut Booklet-Text ein Minaret-Sänger in Teheran, Fahrstuhlmusik in einem Stockholmer Hotel oder Radio-Gequäke in einem Taxi in Bombay.
Das schwedische Trio gibt sich kosmopolitisch, und genau das erzeugt den Reiz von »NYSCH« – was die Kurzform sein soll für »den Nya Schottisen«, eine neue Form dieses alten schwedischen Volkstanzes. Dementsprechend sind Nyckeharpa-Spieler Johan Hedin (u.a. auch tätig für Maria Kalaniemi), Bassist Björn Meyer und Perkussionist Fredrik Gille immer dann am besten, wenn sie sich treiben lassen und quer durch Jazz und alle Facetten der Weltmusik drauf los improvisieren – natürlich trotzdem immer mit schwedischer Folk-Bodenhaftung. (peb)
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