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Hyönteisiä Voi Rakastaa
(1995, Ad Perpetuam Memoriam APM 9510 AT)
Was zur Hölle ist das?! Meinen die Jungs den ersten Track »Örn« ernst? Die einleitenden Gesänge im Schunkeltakt klingen wie der »Hamburger Ost-Hafen Seemannschor« in seinen besten Zeiten, sprich: auf der Aavikko-Platte. Ab dem zweiten Track gehen Höyry-kone mit mehr Ernst zur Sache, selbst wenn die Dampfmaschine eine verrücktere Auffassung von Prog hat als etwa die Flower Kings.
Das Keyboard erscheint nur als Randfigur; stattdessen regiert die Gitarre. Ein Cello wimmert, eine Geige wehklagt, die einzige Dame, Nina Lehos, bläst die Oboe, Sänger Topi Lehtipuu flüstert, schluchzt, knurrt zu dem experimentellen Rock-Blues-Jazz-Gemisch. Drei Mitglieder wechseln später zu Alamaailman Vasarat, doch noch lassen Jarno Sarkula, Marko Manninen und Teemu Hänninen völlig irre Melodien »aus dem Heizungskeller« (Pannuhuoneesta) aufsteigen. Ein keckes Debüt, das sprunghaft zwischen einfach und komplex umherschießt – in einem Lied wohlgemerkt. (nat)
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