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Vägen
(2011, Skip Records SKP9107-2)
Wirklich was Neues gibt's nicht bei Tingvall. Das ist sicher kein Grund zur Klage: Konstant hohes Niveau, gewohnt selbstbewusster Fokus auf das klassische akustische Trio aus Piano, Kontrabass und Schlagzeug - und die eine oder andere Komposition geht so flott ins Ohr, dass man glaubt, man höre Standards. Wenn der Eindruck entsteht, die Musik klinge so »skandinavisch«, dann liege das wohl daran, sagt Martin Tingvall, dass er die Lieder komponiert. Doch die gemeinsame Arbeit sowie das Reisen als Band sind Einfluss und Thema der vierten Trio-Platte »VÄGEN« (»Der Weg«), und das scheint am deutlichsten durch bei den mitreißenden, schnellen Stücken wie »Sevilla« (mit Flamenco-Einschlag) oder »Tuc-Tuc Man«.
Der schwedische Pianist pflegt dabei die Eingängigkeit prägnanter, pop- oder rockverwandter Melodien, und wahrscheinlich trägt er sie eine ganze Zeitlang mit sich herum, probiert sie immer wieder alleine und mit seinen kraftvollen Mitmusikern aus, bevor es gemeinsam ins Studio geht. Mit Esbjörn Svensson und seinem E.S.T. wird das Tingvall Trio auch diesmal keiner verwechseln. Das läuft von ganz alleine so weiter. (ijb)
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