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Metal Music Machine
(2006, Smalltown Superjazzz/Rough Trade STSJ118CD)
Was das Weglassen von zwei Buchstaben alles ausmachen kann! Denn aus Jazzkammer wurde Jazkamer und damit alles noch wilder, rauer, ungestümer, irrer und – hoppla! – noisiger! Also die Anlage hochgedreht und warten, bis die Polizei kommt. Und die wird fassungslos sein, wenn sie hört, was die diesmal sechsköpfige Band um die Elektro-Archaiker Lasse Marhaug und John Hegre an Gitarrenloops, Schlagzeuggewitter und sangesähnlichem Gebrülle durch den Soundmixer jagt und klein schreddert.
Natürlich macht Jazkamer keinen irgendwie klassischen Metal. Keinen porentief reinen Rockmetal für kaufmännische Angestellte nach Feierabend, keinen Jazzmetal für hyperindividualistische Jazzfreunde, keinen Darkmetal für Verwirrte mit dem Odinhammer oder was es sonst an Spielarten gibt. Am ehesten noch würde sich das Etikett Artmetal andienen. Warum man das (dennoch) hören sollte? Weil kaum ein anderes Musikprojekt so beharrlich mit den Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten des Pophörens bricht. Das ist durchaus unangenehm bis schmerzhaft, führt aber zielsicher zu der Erkenntnis: Am Anfang war der Krach, ohne den die Welt wüst und leer wäre. (frk)
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