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IIIII
(2006, Solina Records SOL002)
Die Stimmung ist düster. Aber es ist ein helles, ein leichtes, ein funkelndes Schwarz, mit dem Magenta Skycode auf ihrem Debütalbum »IIIII« eine Erkundungstour durch melancholische Gemütszustände ausmalen. Seine urbanen Hymnen spielt das Quintett aus Turku ohne wehleidiges Weltschmerz-Gejammer, sondern mit einer sehr eigenwilligen Art ernster Verträumheit. Das ist Dark-Pop für Genießer, mit vielen Querverweisen auf die üblichen Verdächtigen wie Joy Division, The Cure oder Interpol und einer guten Prise Prog.
Songschreiber und Sänger Jori Sjöroos, mit This Empty Flow bereits auf ähnlichem Terrain unterwegs, kann beides: eine dynamisch-treibende Nummer wie »People« abliefern, eine unwiderstehliche Mischung aus Doors-Orgeln und Clash-Gitarren. Und elegische Balladen wie »Go Outside Again« genussvoll leidend zelebrieren. Sjöroos Vocals sind erstaunlich souverän. Geprägt wird der Sound auch durch die ausdrucksstarken Keyboards von Tomi Mäkilä, ehemals Tastenmann bei den Kitschpop-Helden The Crash. Cool sein, ohne überheblich zu wirken: Magenta Skycode bringen dieses Kunststück fertig! (emv)
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