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Blake Tartare
(2005, Stunt/Sunny Moon STUCD 05082)
Glück muss der Mensch haben: Søren Kjærgaard (p), Jonas Westergaard (b) und der inzwischen weithin bekannte Drummer Kresten Osgood bekamen 2001/02 ein Stipendium für ein Studium in New York, und da trafen die drei hochtalentierten dänischen Jazzer den in Montreal geborenen Avantgarde-erprobten Saxophonisten Michael Blake – glückliche Fügung. Denn dieser hat mehrere herausragende Fähigkeiten: Er schreibt zum Beispiel elegische, fast hymnische Melodien, und er schert sich nicht um genre-übliche Erwartungen oder Stereotypen – was man schon daran sieht, dass er sowohl mit Lee Konitz als auch mit Tricky oder Medesky, Martin & Wood gearbeitet hat.
Und so kommt »Feast« ziemlich rockig; auch »Messy Business« mit seinen verschiedenen Teilen und Rhythmen ist toll. Michael Blake überzeugt sowohl mit Bassklarinette und Sopransax, wirkt aber als Tenorsaxer am stärksten, wenn er z.B. in Mingus' »Meditation (For A Pair Of irecuters)« sein Horn exstatisch röhren lässt. Die Stücke mit Gastgitarrist Teddy Kumpel geraten fast zu Grateful Dead-artigen Jams über einfache, aber herrlich groovende Strukturen. »BLAKE TARTARE« wird somit direkt zum Glücksfall, natürlich auch Dank der drei glücklichen Dänen. (tjk)
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