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Time Sign
(2003, Lj-Records LJCD 5234)
Als die Pianistin Susanna Lindborg Ende der Sechziger die schwedischen Musikbühnen betrat, war sie noch erheblich durch ihre klassische Ausbildung geprägt, bis sie sich langsam dem Jazz und daraus weiter entwickelnd der improvisierten und freien Musik zu wandte. Mittlerweile und sechzehn »Mwendo Dawa«-Produktionen später ist sie eine feste Größe der Impro-Szene nicht nur ihres Landes. Auftritte auf dem legendären Montreux Festival und immer wieder ausgedehnte Tourneen in die USA und nach Kanada haben geholfen, ihre Spielart des Jazz zu entwickeln, der entschieden abstrakt wie urban orientiert ist und auf Bezüge zum häuslichen Folk weitgehend verzichtet.
Immer wieder zerlegt sie Rhythmen und Melodien, sobald sich diese zu reibungslos ineinander fügen. Mal nutzt sie dabei asiatisch anmutende Klingklongs, dann wieder unterlegt sie jazziges Trommelgetrappel mit synthetischen Stimmschwaden, während Saxophon und Piano mal heftig, mal kooperierend gegen einander arbeiten. Bei dieser Art des heiteren Verwerfens helfen ihr gerne und bereitwillig Ove Johannsen am Tenor-Saxophon wie am Computer, Jimmi Rogers am Bass und David Sundby am Schlagzeug. (frk)
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