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Red Lights, White Lines
(2005, Turned Out Records TOR#011)
Sie passten perfekt ins Vorprogramm von The Rasmus, wo sie im November 2005 etliche Deutschland-Konzerte bestritten: Das finnische, noch ziemlich jung aussehende Quartet spielt deftigen Rock, der mehr als einmal die Grenze zum EMO – oder um es böse zu sagen: Mädchen-Metal – überschreitet. Dazu gibt's das ganze optische Arsenal, das in diesem Metier üblich ist: schwarz gefärbte Haare, Seitenscheitel, Kajalstift, Tatoos ...
Jukka, Johannes, Ville und Miska beherrschen das bewährte Spiel zwischen knüppelharten Power-Riffs und schmachtenden »Mädchenherz, was willst du mehr«-Klagen, halten sich jedoch vom HIMschen Kitsch-Gejammere und den Song-Plattitüden von The Rasmus überwiegend fern. Mit Jens Bogren (Katatonia, Lambretta) werkelte ja auch immerhin ein Produzent, der den Anspruch normalerweise nicht auf dem Altar des Mainstreams opfert. Wie man sich gnadenlos verkauft, wissen sie aber jetzt schon, gesponsert von bekannten Turnschuh- und Jeans-Firmen. (peb)
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