Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Johanna Iivanainen
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Loisto – The Collection
(2008, Backstage Alliance/Nordic Notes BSACD013)

Kurz vor ihrem (hoffentlich!) internationalen Durchbruch erfreut uns eine der besten Stimmen im finnischen Jazz, Johanna Iivanainen, mit einem Sampler aus Aufnahmen des letzten Jahrzehnts. Selbstverständlich hat sie ihren Schwerpunkt auf eigene Stücke gelegt. Auch hier herausragend die Songs aus ihrem selbstbetitelten Album von 2004, wo sie traumwandlerisch zwischen Jazz und Pop wandelt: »Forces Of Nature« hat hymnische Qualität.

»Lennosta Kii!« vom gleichnamigen Album mit Eero Koivistoinen macht sehr neugierig auf selbiges, aber auch die älteren Songs überzeugen: »Loisto« und die beiden mit 1N aufgenonmmenen »Taulu« und »Hiljainen Poika« bezaubern mit feinen Melodien und einer richtig guten Stimme. Neben je einem Song von Jimi Hendrix und Kalle Kalima sowie Duos mit ihrem Ehemann Mikko traut sie sich auch, unveröffentlichte Songs aus dem Keller zu hieven: Bei »Still Loving You« von den Scorpions kann man vor allem ihre Selbstironie loben. Egal: ein schöner Querschnitt durch das abwechslungsreiche Schaffen der vielseitig talentierten Sängerin. (tjk)



Siehe auch:
Johanna Iivanainen & Eero Koivistoisen Yhtye
Korpi Ensemble
Luomo

Johanna Iivanainen: Loisto – The Collection

Offizielle Website

Die CD »Loisto – The Collection« war »CD des Monats« im Monat 10 / 2008.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Eine gute Sängerin kann alles singen. Eine sehr gute Sängerin gibt vielem, das sie singt, eine eigene und also unverwechselbare Note. Und Johanna Iivanainen? Sie weiß einfach alles gesanglich zu bestimmen - ob sich das Akkordeon vor ihr vor Ehrfurcht verbeugt, die Gitarren im Stille der unbändigen 70er kreiseln, ob nur kurz ein paar Akkorde angeschlagen werden, sich verflüchtigen wollen und doch noch lange im Gedächtnis nachhallen.
Frank Keil

Klar Sebastian - das hat man alles schon mal so oder so ähnlich gehört. Aber ist das ein Ausschlusskriterium? Gar nicht! Denn die Mischung macht's! Die Vielseitigkeit macht's. Der Mut zur Selbstironie macht's. Und der Spieltrieb. Und die wandlungsfähige Stimme macht's auch. Und wie Frau Iivanainen beim Scorpions-Cover alle Erwartungshaltungen souverän unterläuft und ihr eigenes Ding macht, das ist schon großartig.
Eva-Maria Vochazer

Eine nette CD. Eine nette Stimme. Nette Stücke. Nett nett. Aber auch nur das. Irgendwie denke ich die ganze Zeit: Das hab ich doch schonmal gehört? Das klingt doch wie ... Aber okay, hat auch seine Berechtigung. Leg ich halt die Platte auf und mach mir einen netten Abend.
Sebastian Pantel

Schwer zu greifen, diese Frau. Und noch schwerer, deren Musik zu beschreiben mit allen überraschenden Facetten. Mir gefällt die Finnin am besten, wenn sie sich Schwebejazz à la »Forces Of Nature« hingibt. Oder im Hendrix-Track die heisere Blues-Lady mimt.
Peter Bickel

Offizielle Website      www.johannaiivanainen.com

   

Johanna Iivanainen
(2004, Silence Records/Bonnier SLC 024)

An jazzigen Sängerinnen gibt es immer Bedarf. Dabei nascht Johanna Iivanainen einmal lange nicht so intensiv an aktuellen britischen oder amerikanischen Vorbildern und Mustern wie manch schwedische Kollegin, auch wenn sie durchweg auf Englisch singt. Vielmehr ist auf ihrem namenlosen Debüt-Album eine Tendenz zur Eigenständigkeit zu spüren, die mehr als neugierig macht. Sie hält gekonnt die Töne, schrägt sie umsichtig an, hat es dabei nie eilig, in einen eingängigen Refrain zu gleiten und vertraut überhaupt darauf, dass es ihr in aller Ruhe gelingt, Spannung aufzubauen – und zu halten.

Nicht uninteressant, weil dazu passend ist das Spiel des Gitarristen Mikko Iivanainen, der sich auf langgezogene und leicht verzerrte Töne versteht und so der Produktion einerseits etwas 70er-Jahre-mäßiges, aber auch entschieden Elegisches gibt. Überhaupt wird man beim Hören der elf, allesamt von Johanna Iivanainen geschriebenen und komponierten Songs von Minute zu Minute immer ruhiger, gut gelaunter und samtweicher gestimmt. Selbst ein überraschend hippeliger Song wie »Slightly Fool«, bei dem die Drums tänzeln und gelegentliches Gitarrengefrickel ertönt, kann die sich ausbreitende Wohlgemütlichkeit nicht brechen. Sehr schön und sehr gekonnt das alles. (frk)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2012, Design & Programmierung: Polarpixel