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Smorgasbord
(2009, Karisma/Soulfood KAR050)
Quietschbuntes Batik-Shirt überziehen, Stirnband ins Haar geknotet und raus in den Park, das nächste Sit-In planen oder neugierig mit bewusstseinserweiternden Mitteln experimentieren. Entspannt. Euphorisch. Und im Fall der Brimstone Solar Radiation Band: souverän und fröhlich. Die Flower-Power-Rock Zeit der späten 60er war, wir wissen es heute, eine Zeit der Unschuld, der es hinterher zu trauern lohnt. Das großäugig-naive Staunen von Crosby Stills Nash & Young, die verspielten Träumereien von Caravan. Plus die einschlägig bekannten Gitarrenhelden der Ära. Plus Anleihen an Jazz und Folkrock.
Ein Zitaten-Füllhorn ist es, was das Quintett auf seinem Zweitling »SMORGASBROD« auf uns herabrieseln lässt. Miesepeterige Kleingeister könnten kritteln »alles nur geklaut«, und sich damit nur selbst als engstirnige Philister outen. Denn die Norweger spielen euphorisiert mit den Versatzstücken einer vergangenen Ära und bringen sie funkelnd ins Hier und Jetzt. Selbstbewusst, ein bisschen augenzwinkernd, ungeheuer energiegeladen und erstaunlich abwechslungsreich. Vor lauter Tanzfreude könnte man fast in Versuchung geraten, das fast schon entsorgte Indienwalle-Sommerhängerchen aus dem blauen Sack zu kramen und mit wissendem Lächeln mitzujammen. (emv)
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