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Gryning
(2005, Westpark/Indigo 87123)
Sven Schwaneweiß ist ein wohlbekannter Gesell, der nicht nur durch etliche mittelalterliche Lieder geistert. Er lieferte auch den Namen für dieses schwedische Quartett, das mit Geige, Harfe, Nyckelharpa und Mandola (und weiteren Instrumenten) traditionelle Musik authentisch aufbereitet. Kompetenz ist reichlich vorhanden – was sich nicht nur daran festmachen lässt, dass zwei der Mitglieder, nämlich Anna Rynefors und Erik-Ask Upmark, den akademischen Grad »Riksspelman« tragen.
Svanevit geleiten vielmehr die oft so derb daher rumpelnde Folklore ihres Landes von den schwieligen Heubodenbrettern und setzen sich mit ihr ein wenig ins Freie; sie zeigen ihr trotz der bäuerlichen Herkunft die zarten Seiten der Liebe und die in sich gekehrte Form der Freude. Svanevit trinken Tee statt Met und putzen sich die Nase mit dem Taschentuch; sie singen von der Wehmut statt der Trauer und zeigen, dass eigentlich jeder Morgen aufs Neue schön ist (»Din Klara Sol«). Die MusikerInnen, die ihre Spuren bereits bei Gruppen wie B.A.R.K., Faust, Dråm oder Plommon hinterlassen haben, stellen endlich einmal die Eleganz der schwedischen Volksmusik in den Vordergrund und wirken so nachhaltiger als manch bräsig polternde Fiedelkollegen. (peb)
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