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Yes
(2007, Morningside Records)
Rückblickend waren die Achtziger das Jahrzehnt mit dem musikalisch wüstesten Geschmack. Käsige Elektronik, falsettierter, affektierter Gesang, dazu Hairspray-Frisuren außerhalb jeglicher Form. Oh No Ono scheinen geburtstagsbedingt Nachholbedarf zu haben, fressen sich in dreißig Minuten quer durch Papas Plattenschrank und feiern auf ihrem Debüt eine hemmungslose »Bad Taste«-Party. Alles, was du jemals gehasst hast, ist hier drauf versammelt. Und mehr. Nicht nur die Glam-Ästhetik von Bowie feiert ihre Wiederkehr, auch Devo, XTC, Duran Duran zeigen bereitwillig ihren Schauladen.
Das alles verquickt in kompakte Dreiminüter einer flamboyanten Parade. Verschwenderisch reißen sich die Instrumente alle Stile unter die lila lackierten Nägel. Währenddessen springt ein nostalgisch schmalziger Discobeat wüst umher und verschwindet in einer imposanten Glitterwolke. Das mag zwar selbstironisch und derzeit einzigartig sein, dennoch leidet dieses Album unter permanenter Hemmungslosigkeit. Das Grauen hat einen Namen: Oh No Ono. (maw)
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