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Apparat Organ Quartet
(2005, TMT Entertainment B0001NB5OG)
Merkwürdigkeiten über Merkwürdigkeiten. Erstens: Das Apparat Organ Quartet ist eigentlich ein Quintett, bestehend aus vier Organisten und einem Drummer. Zweitens: Sie selbst bezeichnen ihre Musik als »Machine Rock'n'Roll«, sehen aber auch u.a. Einflüsse von Kraftwerk, Wagner, Steve Reich, The Glitter Band und Stereolab. Drittens: Der Rezensent kann diese Verdrahtungen nur bedingt nachvollziehen, muss aber gleichwohl zugeben, dass auch die eigenen Assoziationen – blubbernde Sounds mit Jean Michel Jarre, krumme Wendungen mit Can, Vocodereffekte mit Eighties-Pop und rockig gerotzte Lausbubenstreiche mit Gitarren-Independent – nicht recht zutreffen wollen.
»Wir mussten den Orgelquartett-Sound erst erfinden, denn das gab es bisher noch nicht«, erzählen die Isländer, die aus diesem Grund für ihr Debüt drei Jahre brauchten. Vielleicht waren aber auch die zahlreichen Nebenbeschäftigungen schuld: Musikvatur etwa spielt bei Múm, Ulfur Eldjarn kommt von Trabant und Kanada, und Jóhann Jóhannson ist sowieso einer der umtriebigsten Musiker Islands. Schade, dass wir keine Notenskala für Skurrilität haben – da könnte die Truppe voll punkten, die ein krudes Instrumentarium aus antiken Synthesizern, Farfisas, Hammonds, Heimorgeln, und billigen Keyboards auffährt. (lha)
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