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Blood Inside
(2005, Jester Records TRICK033)
»BLOOD INSIDE« setzt die wunderbare und seltene Tradition fort, seine Zuhörer nicht zu langweilen. Die sich wiederholt neu erfindenden Ulver malen dabei wie schon auf ihren früheren melancholischen Alben unkonventionelle Bilder. Da die Musiker das Songschreiben nicht verlernten und Gesang wieder als etwas Willkommenes ansehen, entpuppt sich »BLOOD INSIDE« als Symbiose aus Industrial, Jazz, Rock und Trance. Besonders bei »It Is Not Sound« drängt sich der Eindruck auf, Liebhabern von Pink-Floyd-Psychedelika zuzuhören.
Woanders swingt man regelrecht, um kurz darauf von ängstlichen Streichern eingeholt zu werden. Analoge Synthesizer, E-Gitarren, Alltagsgeräusche und schließlich der für ungeübte Ohren teils unharmonische Gesang fordern besondere Aufmerksamkeit. Doch die aufgebaute Spannung brandet sich mächtig an, dass sich der Zuhörer fast ein Küchenmesser griffbereit wünscht. Das Konzept der Überraschung wirkt somit als beabsichtigte Irritation; es transportiert Emotion und inspiriert dazu, in sich zu schauen. Letztlich endet alles mit dem Kingeln eines Notruftelefons. Was gemeldet wird, ist aber sicher keine Blut-Armut. Eher ein Drogenrausch. (jeb)
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