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Letters From Egypt
(2008, Polydor/Universal 06025-1762283-8)
Es gibt nicht viele CDs, auf die man zurecht mit dem inflationär gebrauchten Begriff »verkannte Meisterwerke« anwenden könnte, doch die früheren Solo-Alben des Aha-Sängers – allen voran »POETENES EVANGELIUM« – gehören dazu. Warum also gab es eine so lange Pause seit »WILD SEED« von 1995? Nun, der Hauptgrund dürfte die Aha-Wiedervereinigung sein, die die seit 1995 in Morten Harkets Kopf herum spukenden Lieder von »LETTERS FROM EGYPT« für lange Zeit auf Eis legte.
Dabei schlummert hier zum Teil großes Potenzial: Wieder fasziniert hier sein kristallklarer Engels-Tenor, wieder badet man in seinen herrlich schmusigen Pop-Songs und griffigen Hooklines, wieder empfindet man seine etwas unbeholfene englische Aussprache als liebenswert und wünscht sich eine gerechte Welt, in der Harkets Solo-Arbeiten die gleiche Aufmerksamkeit wie A-ha bekommen. Jedoch: Im Vergleich zu den Vorgängern ist diesmal nicht die volle Punktzahl drin. Glanzvollen und feinsinnig arrangierten Stücken wie »Darkspace«, »We'll Never Speak Again«, »With You With Me« oder »The One You Are« stehen nämlich auch einige eher laue Song-Kollegen gegenüber. (peb)
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