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Come Up For The Air
(2005, Glitterhouse/Indigo GRCD 616)
Sie brauchen Zeit. Viel Zeit. Sowohl für das Feilen an ihren Alben (der Vorgänger »STAR IS JUST A SUN« benötigte noch vier Jahre, dieses Album immerhin nur drei) wie auch für ihre Songs, die sich nach wie vor wie fallende Schneeflocken im Zeitlupentempo dahinschleppen. Dies verbindet Ola Fløttum, Hans-Christian Almendingen und Ulf Rodge mit ihren isländischen Kollegen Sigur Rós, doch wo sich bei jenen auch mal expressive Eruption ihren Weg schlagen, bleibt bei The White Birch immer alles still, introvertiert, scheu nach innen gerichtet: eine still brennende Kerzenflamme.
Immerhin: Das Trio hat den tiefsten Winter überwinden. Wo beim Vorgänger-Album noch emotionale, in winterliches Dunkel getauchte Eislandschaften herrschten, taut es nun. Tropfen für Tropfen schmilzt der Schnee, während die Kospen darauf warten, im kurzen Rausch des arktischen Frühlings zu explodieren. Doch noch ist es nicht soweit: Die nach wie vor von Neu! und Ambient/Krautrock-Konsorten beeinflusste Band muss sich mit ihrem ätherischen Traum-Pop erst ans Licht vorarbeiten. Vielleicht ist das nächste Album ja dann sein Sommer-Album. (peb)
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