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Northbound
(2005, ECM/Universal 987.0377)
Iro Haarla hat es nie in den Vordergrund gedrängt. Als sie Ende der Siebziger als Absolventin der Sibelius Akademie den Schlagwerker Edward Vesala kennen lernt, stellt sie ihre eigenen Pläne als Komponistin und Musikerin zurück – mag die Kritik auch bis heute darauf verweisen, wie wichtig ihr Können für Vesalas Musik immer gewesen sei. Nun: Wiederum knappe sechs Jahre nach Vesalas so frühem Tod im Jahre 1999 gönnt sie sich (endlich) eine eigene Band und griff dabei auf die Besten der nordischen Jazzzunft zurück. Als da wären der Schlagzeuger Jon Christensen, der Bassist Uffe Krokfors, der noch junge Trompeter Mathias Eick, der schon Jaga Jazzist beistand. Und vor allem der Saxophonist Trygve Seim.
Er ist es, der ihr Debüt »NORTHBOUND« – bestehend aus elf verblüffend einander verwandten wie jeweils für sich stehenden Kompositionen – mit einem warmherzigen Schmelz überzieht. Und dies korrespondiert wunderbar mit den mal spröden, mal verwinkelten Einfällen und Ideen Haarlas, die zugleich als Harfenistin und Pianistin zu hören ist. Ergibt zusammen eine eindrückliche, empfindsame, aber nie mit vordergründigen Sentimentalitäten heischende Produktion, an der man sich schon bald nicht satt hören kann. (frk)
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