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Rite
(2008, Grappa/Galileo GRCD 4223)
Die Creme de la Creme norwegischer Musiker konnte sie für ihr düster-stilles »Rite« gewinnen: Akkordeon-Spieler Frode Haltli (mit dem Unni Løvlid bei Rusk musiziert), der meisterhafte Avantgarde-Saxofonist Håkon Kornstad, Perkussionist Helge Norrbakken (tätig bei Kari Bremnes oder Mari Boine) oder Elektroniker Helge S. Sten von Supersilent erschaffen zusammen mit der Sängerin ein zwar auf norwegischer Folklore basierendes Programm, das seine Fühler jedoch in alle Richtungen ausstreckt: Sample-Mystik und Elektronik bei »Bak Vaker Verda«, verfremdete Glöckchen beim stillen »Mørketid« und das fast an die isländischen Mum erinnernde »Vind, Kom«.
Die neblig verhangene Skurrilität setzt sich in der Covergestaltung stimmig fort: Eine Hütte fliegt über regengraues Hochfjell; rechts daneben spielt sich ein kahler Baum in den Erdboden. Unnis dritte CD zieht hypnotisch in ihren Bann und wirkt mitunter verstörend, immer jedoch faszinierend. (peb)
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