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Arpeggio
(1999, Bad Vugum BAD-87CD)
Dass die Grenzen zwischen Krautrock, Jazz, elektronischen Klängen und psychedelischen Klangerkundungen fließen können – Ektroverde aus der Instrumentalrock-Hochburg Pori zeigen auf ihrem fünften Album »ARPEGGIO« entspannt und experimentierfreudig, wie das geht. Herausgekommen sind elegant-coole, großstädtisch wirkende Songs, die sich bestens als Chill-Out für die ganz frühen Morgenstunden eignen, wenn sich der Club langsam zu leeren beginnt.
Jazzige Klavierimprovisationen werden mit Synthieklängen kontrastiert, ein selbstbewusster Bass und ein intelligent-präzises Schlagzeug geben das Grundgerüst vor, die Gitarre geht auf Abenteuersuche und klingt zwischendurch wie ein Dudelsack. Akkorde werden mit kleinsten Veränderungen wiederholt – und die Möglichkeiten der Improvisation scheinen unerschöpflich. Was kaum verwundert, da Ektroverde ein sich häufig veränderndes Musikerkollektiv ist, in dem aber die Hauptakteure von Pharaoh Overlord und Circle wie Jussi Lehtisalo prägend sind. Ziemlich spacig, aber sehr dynamisch und – Überraschung! – äußerst tanzbar. (emv)
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