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Ride Against The Wind
(2009, Little Bad Bear)
Trotz aller gegenteiligen Behauptungen populärer Frauenliteratur sind erwachsene Männsbilder der raubeinigen Sorte keineswegs herz- und gefühllos, was ihre Damenbekanntschaften angeht. Nein, Mädels, diese Kerle leiden ebenso wie ihr unterm Verlassenwerden, grausamen Lieben und destruktivem Beziehungswirrwar. Auf ihre eigene, erdige, handgemachte, countryeske Art. Ehrliche Häute eben. Auf ihrem Zweitling »RIDE AGAINST THE WIND« setzen die fünf Dänen nahtlos das fort, was sie seit Jahren umtreibt: die melancholische und gefühlvollen Bewahrung der urarmerikanischen musikalisch Tradition des modernen, urbanen Working-Class-Cowboys und Drifters, dessen eigentliches Zuhause heruntergekommene Diners und verlassene Hinterland-Highways sind.
Dass dieses Territorium von Meistern wie Johnny Cash oder Bruce Springsteen bereits ausreichend abgesteckt ist, ficht die Dänen nicht an. Sie wollen keine Neuerer sein, sie sind Bewahrer, die auf die vertrauten Strukuren setzen. Auf das vertraute Knistern eines Lagerfeuers in der Prärie. Auf schluchzende Gitarren, auf erdige Bässe, auf die sympathisch-rauhe Stimme von Sänger Jeppe Foldager. Daran können wir uns Hände und Herz wärmen. Das ist nicht wenig. (emv)
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