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Faking Dreams
(2009, Eigenverlag)
Es wäre unfair zu behaupten, Blindfold klänge wie Sigur Rós. Denn erstens steckt mindestens genauso viel Pink Floyd und amerikanischer Postrock in der Musik, und zweitens klingt Blindfold lediglich nach Island, nach anbrandenden und wieder abfließenden Wellen – so wie eben auch Sigur Rós nach Island klingt.
Die Band um Birgir Hilmarsson – der auch mit der Band Ampop und als viel beschäftigter Film-Komponist arbeitet – flirtet mit der typisch isländischen Melancholie, kleidet zartbitteren Trip-Pop in nebelgraue Gefühlswelten und liebt prallen Kitsch, ohne je kitschig zu sein. »FAKING DREAMS« klingt somit seltsam vertraut – was an den vollmundigen Melodien liegt – und doch immer neu – dank der Art, Sounds zu erzeugen und zu Songs zu schichten. Das ist Musik für Hörer, die sich schämen, A-ha wegen ihrer Stromlinienförmigkeit zu mögen, die aber ins Leere springen würden, wenn man sie nur bei der Hand nähme. (peb)
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