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Kauempana Kuin Kuu
(2006, m-dulor MD 07)
Würde man vom Zustand der finnischen Popmusik auf den Nationalcharakter seiner Männerwelt schließen, dann käme man zu dem Ergebnis, das Land sei von sanften, empfindsamen und kreativen Träumern bevölkert. Ultramariini entsprechen diesem Gedankenspiel perfekt: fünf junge Männer, die den flaumzarten Song zur Kunstform erhoben haben – und kleine filigrane Hymnen zaubern, die beim leichtesten Windstoß wegfliegen könnten. Ein bisschen mehr Elektronik ist auf »KAUEMPANA KUIN KUU« zu hören, in sechs neuen Songs, die an die Traumverlorenheit des Erstlings anschließen.
Weil aber sechs Stücke ein bisschen wenig sind, haben Ultramariini ihre Freunde gebeten, eigene Versionen von Songs des Vorgängeralbums zu entwickeln, und hier fängt der Spass erst richtig an: Viola bürsten »Ikusesti« ganz wunderbar gegen den Strich, Wojciech interpretieren »Talven Viimeinen Päivä« in ihrer Sternenfänger-Art, dass man sich gleich wieder aufs neue in die Band verliebt, und Knipi von Egotrippi läuft souverän sowieso außer Konkurrenz. (emv)
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