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Aloud
(2004, Morningside Records morecd004)
Gut zehn Jahre ist es her, da kaufte sich die Künstlerin Signe Høirup Wille-Jørgensen eine gebrauchte blaue Damenhandtasche. Und fand im Inneren einen der ersten Massagestäbe aus den frühen Sechziger mit dem Aufdruck »Jomi Massage«. Seitdem trägt sie den entsprechenden Künstlerinnen-Namen mit Würde. Dazu passt ihre ruppige wie zugleich feinfühlige Art, dem weiblichen Rocksong in seiner brachial-emphatischen Ausführung zu huldigen.
Mal kracht es energievoll, scheppernd und kompromisslos wie in den frühen Tagen des Punks; dann wieder finden sich elegische Passagen, mit schüchternem Gesang, Geigengesumme und sich leise entfernendem Gitarrengefrickel garniert. Jomi Massage erinnert so an die frühe P.J. Harvey und mehr noch an die derzeit verschollene Caroline af Ugglas, ist aber dann beim zweiten Hören einfach eine Größe für sich. Aufgenommen hat sie ihre Songs mit einem altmodischen Vier-Spur-Recorder, der dafür sorgt, dass ihre herzensergreifende Rauheit mitnichten verloren gegangen ist. (frk)
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