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Alle Rezensionen zu Astrid Swan
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Spartan Picnic
(2008, Johanna Kustannus Oy RAMCD 3154)

Intelligent, eigenwillig, sonderlich, selbstbewusst: Frauen wie die Sängerin und Pianistin Astrid Swan hätten vor 200 Jahren als geduldete und insgeheim gefürchtete Außenseiterinnen in einem kleinen Haus abseits des Dorfes gewohnt. Ein angepasstes Weibchen ist Swan nie gewesen, aber auf ihrer zweiten Veröffentlichung »SPARTAN PICNIC« gibt es nicht einmal mehr den Versuch, nett sein zu wollen. Fiona Apple und Tori Amos sind auch nicht nett. Wie die beiden als Inspiration wirkenden Diseusen setzt sich Swan in ihrer Tönen und ihren Texten mit Frauenrollen und den daraus resultierenden Fragezeichen auseinander. Feministisch? Selbstverständlich!

Klingt nach Manifest? Abschminken, bitte! »SPARTAN PICNIC« ist eine musikalisch überzeugende Mischung aus Achterbahn und Geisterbahn. Die Frau am Klavier hat sich ein paar rockige Jungs zur Verstärkung geholt und bricht die Brücken zum Bravsein endgültig hinter sich ab. Experimentiert mit Versatzstücken vom Walzer bis zu 80er-Jahre-Synthies und schlägt mit temperamentvollen Tempowechseln ungestüme Kapriolen. Diese Lady ist ein Tiger. (emv)



Siehe auch:
Astrid Swan & The Drunk Lovers

Astrid Swan: Spartan Picnic

Offizielle Website

Offizielle Website      www.astridswan.com

   

Poverina
(2005, Delphic Recordings Delphic 006)

Weiblich, jung, reichlich glamourös. Piano, Stimme, englische Texte: In Finnland ist Astrid Swan mit dieser Kombination eine Ausnahmeerscheinung. Auf ihrem Debütalbum »POVERINA« nutzt die Musikerin das Klavier als ihre Spielwiese und ihre Stimme als Spiegel für komplizierte Seelenzustände. Vor allem tut sie eins: Sie schlüpft in Rollen, probiert aus, zeigt ihre Bandbreite vom naiven Mädchen über die Diva zur Diseuse bis hin zur jazzig angehauchten Barsängerin. Die üblichen verdächtigen Damen in dieser Sparte - Tori Amos, Heather Nova und selbst Joni Mitchell - tauchen als einflussreiche Referenzen auf, doch Astrid Swan spielt mit intelligenten, temperamentvollen, anspruchsvoll aufgebauten Songs bereits in ihrer eigenen Klasse.

Und hat sich mit Jimi Tenor, dem Jazzmusiker Tapani Varis, Janne und Heikki von Mummypowder und Tuomas Toivonen von Giant Robot exzellente Mitstreiter mit ins Boot geholt. Die kleine Pop-Perle »The Kinda Tea You Like To Cry in« und das balladig-freche Sahnestückchen »Good Girl« bleiben in Ohr und Gedächtnis hängen. Chapeau, gelungener Einstand, Miss Swan! (emv)



Siehe auch:
Mummypowder
Giant Robot



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