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Nowafter
(2001, Eibon Records tef025)
Wenn das Herz schon brechen soll, dann aber richtig! Die großen Register ziehen und in den Untergang rauschen, bis die kajal-umrandeten Augen überfließen. Das ist großes Melodrama, was Jori Sjöroos und seine Band auf der Compilation »NOWAFTER «mit unveröffentlichten Songs und Raritäten zelebrieren. Epischer Glam-Death-Pop, schwüle Todessehnsucht mit kathedralengroßen Keyboards und dick aufgetragenen Electronics.
In bester Traditon der frühen Cure oder Joy Division können sich Fans kultivierter Verzweiflungsanfälle hier dem Weltschmerz hingeben. Geradezu Gottesdienstmaterial für tintenschwarze Tage – mit hohen Spassfaktor. Das Album passt bestens zur Zeit nach Mitternacht und Dauerregen, einem Wetterphänomen, das in der Hafenstadt Turku, der Heimat der Band, häufig auftritt. This Empty Flow erfinden mit ihrem lustvollen Gestocher in der Schatzkiste für Endzeitsstimmungsfans das Genre des Dark Wave nicht neu, aber schaffen mit leicht ironisch hochgezogenen Augenbrauen funkelnde neue Facetten wundervoller Existenzangstgefühle. (emv)
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