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Faces Down
(2002, Virgin/EMI 811020)
Seltsam vertraut erklingt das Debüt des Norwegers. Klar – derart eigenwilliger und Eighties-orientierter Pop erinnert an Beck, die Kinks, Elvis Costello oder Steely Dan. Und an Zuckerwatte-Pop in der Tradition von Brian Wilson, Easy Listening und andere Sixties-Ingredienzien. Da der aus der Bergen-Szene stammende Sondre Lerche aber bei der Aufnahme dieses Debüts gerade mal 19 Jahre alt war, kann er mit der Musik seiner Vorbilder nicht aufgewachsen sein, doch seine Begeisterung für diese Epoche wirkt echt und ehrlich.
Außerdem mogeln sich zwischen die schmissigen Retro-Melodien und fachgerecht arrangierten Streicher immer wieder nicht ganz stilechte und recht hartkantige Noise-Gitarren, die beweisen, dass der schmächtige und frühreife Lerche eben doch ein Kind unserer Zeit ist. Eine große musikalische Zukunft scheint diesem stillen und ganz offensichtlich wandlungsfähigem Eigenbrötler gewiss. (peb)
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