|
The Black Tango
(2006, Riptide Recordings RIP013)
Das Schöne am Songwriterpop ist seine Einfachheit. Ein Mann samt Holzkasten. Fragile Gitarrenklänge, tränentiefe Stimmen. Und Mollmelodien, die keinen Halt mehr finden. Tränen fallen hie und da ohne Grund über Wangenknochen hinab in die Tiefe. Die Tiefe, die auch Sehnsucht zu sein vermag. Suchend nach Verständnis, nach Liebe, nach irgendetwas, was den Boden zurück unter die Füße schiebt.
Und Boy Omega sucht. Seine Geschichten in die Saiten zerrend und mit Gespür für Songs, die kaum Aufreger sind. Er hat viel zu erzählen! Zwanzig Songs lang, die sich wie Dreißig anfühlen und wie fünf klingen. Sie schimmern und spenden nur so viel Wärme, wie eben nötig, um die kleine Flamme am Leben zu erhalten. Es ist ein bisschen der Sound der Einsamkeit und leider auch ein bisschen der Einfaltigkeit. (maw)
|