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Meeting Monty
(2001, Stunt/Sundance STUCD 01212)
Ein Album wie geschaffen als Soundtrack für die kleinen sichtbaren und unsichtbaren Dramen einer gut besuchten nächtlichen Bar. Die feinsinnig-melancholischen Passagen erinnern ein wenig an die merkwürdig entrückte Stimmung nach dem dritten Cocktail, wenn einen die Schwermut langsam einkreist. Bevor man jedoch völlig im Glas versinkt, holt einen die lebensfrohe Violine von Kristian Jörgensen wieder aus der Trübsinnigkeit. Wer einen Hang zu (Swing-)Traditionen und Scotch hat, ist hier gut aufgehoben; allerdings wird meist nur biederes Handwerk geboten.
Biografisches? Kristian Jörgensen, der bereits mit 15 Jahren seine erste Platte mit dem Pianisten Duke Jordan aufnahm und seinen ersten Jazz-Award gewann, zählt zu den besten Jazz-Geigern der Welt. Gemeinsam mit seiner eigenen Band – dem Gitarristen Jacob Fischer, Bassist Thomas Fonnesbaek und Schlagzeuger Kresten Osgood – sowie dem jamaikanischen Pianisten Monty Alexander nahm er sein viertes Solo-Album auf. Letztere Legende spielte während seiner über vierzig Jahre langen Laufbahn mit so unterschiedlichen Musikern wie Frank Sinatra, Dizzy Gillespie, Sonny Rollins oder Quincy Jones. (pvs)
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