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Dim Dum Sing The Sun
(1998, Metamorphos META-014CD)
Glam-Prog? Triumphale Keyboards, zu denen Vangelis wohlwollend lächeln würde. Wo gibt es denn so etwas? Im Küstenstädtchen Pori natürlich, Finnlands kleiner Hochburg des Progressive Rock. Das Quartett um Mastermind Mika Rättö entfernt sich auf seinem ersten Longplayer zwar nie weiter als einen mittelweiten Steinwurf von den Grundkoordinaten des Genres. Aber diesen Zwischenraum nutzen die Propheten als Spielwiese für Experimente in Richtung Jazz, Walzer oder Klangcollage. Und verbeugen sich immer wieder vor David Bowie zu seinen Glanzzeiten Ende der 70er.
Temperamentvoll und abwechslungsreich, und vor allem für Prog-Verhältnisse: Kurz und auf den Punkt! So kommen die Propheten zur Sache. Abzüge in der B-Note gibt es für die schmalbrüstigen Vocals von Rättö. Dafür entschädigen Stücke wie »Dance Of The Emerald Knights«, ein geradezu rotzfreches Manifest für mehr Glamour im Stoner Rock. Zum Verständnis des weiteren Werdegangs der Band gehört übrigens unbedingt dazu, dass sich die Pori-Prog-Szene immer mehr verästelt: Aus Moon Fog Prophet werden zu Beginn des neuen Jahrhunderts Kuusumun Profeetta, die von Stund an nur noch finnisch singen. Einzelne Bandmitglieder musizieren auch bei Circle, Ektroverde oder bei der neuesten Formation Lowlife Rock'n'Roll Philosophers. (emv)
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