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Alle Rezensionen zu Kuusumun Profeetta
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Sanansaattaja Oraakkeli Salamurha Hyökkäysvaunu
(2004, Ektro Records Ektro 027)

Es ist eine Herausforderung, die Musik des achtköpfigen Orchesters aus dem westfinnischen Pori (bekannt für sein Jazzfestival) zu beschreiben. Gemäß der Ex-Moonfog Prophets-Philosophie »Jedes Album ist eine unabhängige Einheit« gilt die Beschreibung nur für diese Veröffentlichung – bereits die zweite unter dem übersetzten Namen »Kuusumun Profeetta«.

Hier bilden mal zarte Keyboardmelodien die Basis, mal eine klare Akustikgitarre, die jählings unter dem Beschuss ihrer elektronischen Schwester steht. Die Rhythmusabteilung schleppt sich dahin, Chöre schwellen an und ab, verloren klagt ein Saxophon, eine Trompete plustert sich auf, und schließlich erhebt Bandgründer Mika Rättö seine Stimme, aber wie: Er lehnt sich – höchst dramatisch in Szene gesetzt – an finnische Volksweisen an; er spricht und winselt im dritten Lied gar wie Grönemeyer in seinen frühen Tagen, reist stimmlich ins Mittelalter oder das Morgenland. Alles klar? Nein?

Vielleicht hilft das weiter: Rättö hat viele Talente, betätigt sich auch als grafischer Künstler und schrieb ein das Bühnenstück »Pilkkaavat Tinakellot« (frei übersetzt: Spöttische Zinnglocken) mit Dialogen, Livemusik und Videoanimation. 2002 wurde es unter dem Namen »TAUNTING TIN BELLS THROUGH THE MAMMAL VOID« veröffentlicht. (nat)



Siehe auch:
Moon Fog Prophet

 Kuusumun Profeetta: Sanansaattaja Oraakkeli Salamurha Hyökkäysvaunu

Offizielle Website

Offizielle Website      www.moonfogprophet.com

   

Kukin Kaappiaan Selässään Kantaa
(2001, Ektro Records Ektro-011)

Dass Postrock so entspannt und cool sein kann, dass er sich als Loungemusik eignet und Ambient-Fans nicht schrecken würde: Das Bandprojekt aus Pori ist immer für Überraschungen gut. Die minutenlang dahinmäandernden, repetitiven Klangmuster bilden auf dem ersten Album, das Moon Fog Prophet als Kuusumun Profeetta vorlegen, das Grundgerüst für Erkundungszüge in Richtung Jazz und akustisches Singersongwriting. Zwischendurch blitzen Anklänge an Pat Metheneys Gitarrenmeditationen und gepflegte Electronics auf.

Fassen lassen sich die Propheten nicht. Und das ist gut so, gehen sie doch eigensinnig den eigenen Weg. »KUKIN KAAPPIAAN« ist ein bewusstseinserweiterndes Album, das wunderbar zu nächtlichen Autobahnfahrten passt, bei denen die Gedanken ganz ungewohnte Kapriolen schlagen können. (emv)



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