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It's Swing, Not Rocket Science
(2011, Calibrated CALI 114)
Martin Lutz und seine fünf Mitmusiker setzen den Kurs ihrer vorhergehenden Platten fort: Das Beste aus der Big-Band- und Swing-Jazz-Vergangenheit, dargeboten als ob die Zeit nie vergangen wäre. Aber halt! - Diesmal gibt es Stargäste, fünf an der Zahl, und das Album, aufgeteilt in fünf Suiten, schenkt jedem Gast eine davon.
Und wenn man dann auch etwas genauer hinhört oder die CD öfter mal auflegt, entdeckt man immer mehr spannende Ecken und Kanten, Abweichungen von der bestechenden Eingängigkeit in Lutz' Kompositionen. Afrika, wie auf früheren Platten präsent durchs gesamte Programm, ist Titel und Thema der beiden Stücke mit »Special Guest« Marilyn Mazur; ein famoser Einstieg. Dann wagt die Suite »Seasons«, mit Jesper Riis an Trompete und Flügelhorn, hin und wieder einen subtilen Haken in Richtung »Free Jazz«. Für den Blick in den Norden (»North«) wurde Harald Haugaard eingeladen, der mit seiner Violine für einen volkstümlichen Einschlag sorgt. Und auch »Swing« mit dem Gitarristen Jacob Fischer, wird ihrem Titel voll gerecht.
Dieses mitreißende Sextett besteht aus sehr guten Musikern, denen nicht Virtuosentum, sondern Emotion am wichtigsten ist, und durch die unterschiedlichen Gäste wurden sie noch zusätzlich angespornt. Das hört man in fast jedem Ton. Ein tolles Konzept für ein Album, das sich immer wieder neu zu entdecken lohnt. (ijb)
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