Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Martin Lutz Group
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

It's Swing, Not Rocket Science
(2011, Calibrated CALI 114)

Martin Lutz und seine fünf Mitmusiker setzen den Kurs ihrer vorhergehenden Platten fort: Das Beste aus der Big-Band- und Swing-Jazz-Vergangenheit, dargeboten als ob die Zeit nie vergangen wäre. Aber halt! - Diesmal gibt es Stargäste, fünf an der Zahl, und das Album, aufgeteilt in fünf Suiten, schenkt jedem Gast eine davon.

Und wenn man dann auch etwas genauer hinhört oder die CD öfter mal auflegt, entdeckt man immer mehr spannende Ecken und Kanten, Abweichungen von der bestechenden Eingängigkeit in Lutz' Kompositionen. Afrika, wie auf früheren Platten präsent durchs gesamte Programm, ist Titel und Thema der beiden Stücke mit »Special Guest« Marilyn Mazur; ein famoser Einstieg. Dann wagt die Suite »Seasons«, mit Jesper Riis an Trompete und Flügelhorn, hin und wieder einen subtilen Haken in Richtung »Free Jazz«. Für den Blick in den Norden (»North«) wurde Harald Haugaard eingeladen, der mit seiner Violine für einen volkstümlichen Einschlag sorgt. Und auch »Swing« mit dem Gitarristen Jacob Fischer, wird ihrem Titel voll gerecht.

Dieses mitreißende Sextett besteht aus sehr guten Musikern, denen nicht Virtuosentum, sondern Emotion am wichtigsten ist, und durch die unterschiedlichen Gäste wurden sie noch zusätzlich angespornt. Das hört man in fast jedem Ton. Ein tolles Konzept für ein Album, das sich immer wieder neu zu entdecken lohnt. (ijb)



Siehe auch:
Marilyn Mazur
Haugaard & Høirup
Haugaard & Mogensen

Martin Lutz: It

Offizielle Website

Offizielle Website      www.martinlutzgroup.dk

   

Where Are The Trumpets?
(2007, Calibrated CALI 041)

»WHERE ARE THE TRUMPETS, Mr Ibrahim« lautet das Titelstück komplett, und das sagt schon eine Menge aus: keine Trompeten, aber Abdullah Ibrahim (aka Dollar Brand) ist zumindest geistig präsent auf Martin Lutz' zweitem Streich.

Und wie sein unüberhörbares Vorbild hat Lutz die seltene Gabe, Jazz von geradezu ergreifender Schönheit zu schreiben. Mitsingbare Melodien (»Baby Giraffe«), feine Grooves aus diversen verwandten Stilen und Regionen, kluge Zitate (»Mango Tango« bedient sich bei »Night In Tunisia«) und zu Tränen rührende Balladen (»Farewell Niels«, wohl für NHØP) – bei Martin Lutz klingt das nie aufgesetzt, künstlich oder geplant, sondern organisch und stimmig. Zur bestens eingespielten Band mit drei Saxophonisten gesellt sich Paolo Russo, der mit Akkordeon mehr als nur Akzente setzt. You no need no trumpets, Mr Lutz! (tjk)

   

Journey Of The Sledge Dog And The Camel
(2004, Rova Records ROVA CD07)

Seit über zehn Jahren lebt der deutschstämmige Pianist Martin Lutz in Kopenhagen; aufgewachsen ist er indes im südöstlichen Afrika. Verständlich also, dass er auf seinem Debut Afrika mit Dänemark verknüpft; erfreulich, dass das Ergebnis durchweg überzeugt. In seinem Sextett hat er junge und vielversprechende dänische Musiker versammelt.

Der Titeltrack eröffnet die CD mit sanftem Groove und einer rührend einfachen Melodie und gibt somit quasi das Motto vor: Relax, listen and enjoy! »Broken Glass« erinnert mit den verschiedenen Teilen und der Big Band-ähnlichen Bläsersection fast an Count Basie. Zumindest schaffen Jacob Rose (as, ss, fl), Jakob Skov (as) und Mads Ole (ts) eine seltene Saxophon-Ästhetik und spielen schöne Soli, wobei auch hier gilt: bloß keine Hektik! Die ganze CD durchweht eine sonnige Gelassenheit, die die harmonischen Finessen hinter den schönen, im positiven Sinne simplen Melodien erst freigeben, wenn man die Sonnenbrille abnimmt. Martin Lutz schreibt und spielt Piano, als würden sich Abdullah Ibrahim und Horace Silver in Kopenhagen treffen – klar, dass da die Sonne scheint. (tjk)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2012, Design & Programmierung: Polarpixel