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Clean
(2007, KAAA KAAA013)
Schönheit ist nicht gleichzusetzten mit Wohlklang und Schönspiel. Schönheit ist Mut, Intelligenz, Können und präzise Unberechenbarkeit, wie sie die musikalischen Berserker von Cloroform auf ihrer siebten Veröffentlichung »CLEAN« auf wunderbar widerborstige Weise zelebrieren. 19 kurze, eruptive, experimentelle Tracks, die der größeren Zugänglichkeit des Vorgängers »CRACKED WIDE OPEN« entschieden den Rücken zukehren, um sich mit lustvoller Leidenschaft dem musikalischen Außenplaneten des Universums zuwenden, wo die Einstürzenden Neubauten mit Freejazzern Händchen halten und Deathmetaller sich auf die Tanzfläche wagen und rhythmisch zu treibenden Beats zucken.
Der Bass von Øyvind Storesund läuft hier eindeutig Amok, angefeuert von den erbarmungslosen Drums von Borge Fjordheim und den unberechennbaren Synthies von John Erik Kaada. Die uns mitnehmen auf eine atonale Achterbahnfahrt in neue Welten, in denen die verschiedenen Stile ineinanderbluten und ein wunderbar anarchisches, leuchtendes Rot ergeben. Sicher ist hier nichts. Schön im bürgerlichen Sinne auch nicht. Aber herausfordernd und aufregend und unberechenbar. Großes Geschrei. Extreme Gefühle. Erstaunliche Erkenntnisse. Unbedingt schön, das! (emv)
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