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Cracked Wide Open
(2005, KAAA KAAA 010)
Keine Angst. Trotz der breitbeinig machomäßigen Pose auf dem Cover von »CRACKED WIDE OPEN« kommen Cloroform hier nicht als als Ohrstöpsel-zertümmernde Metaller daher. Eher als eine sehr eigenwillige Mischung aus Kiss zu ihren Glanzzeiten, dem Geist von Jim Morrison, einem Echo von Rammstein und jeder Menge roher Energie. Beim Song »Crush« schwenken sie sogar eindeutig ins Pop-Lager über. Aber dann übernehmen das treibende Schlagzeug von Borge Fjordheim und der atemlose Bass von Oyvind Storesund die Regie. Und plötzlich werden sie mit Klaviersolos von Synthie-Mastermind John Erik Kaada wieder richtig lyrisch. Und Storesund hat als Basser von Kaizers Orchestra sowieso Erfahrung mit Grenzüberschreitungen aller Art.
Irgendwann mal hört man auf, nach irgendwelchen Verweisen auf die Requisitenkammer der Rockgeschichte zu suchen, sondern genießt Cloroform in seiner anregenden Widersprüchlichkeit. Grinsend denkt man: »Und auf was kommen sie jetzt als nächstes?« Und wird prompt wieder überrascht, wenn sie zum Schluss noch mal richtig losrocken. Hut ab! (emv)
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