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Rain Inside
(2004, Gridrecords GDR2)
Schöner fallen mit Flannelmouth. Worum geht es hier? Um Verzweiflungsanfälle, trotziges Aufbegehren und vor allem darum, so lebendig zu sein, dass es schmerzt. Das Quintett aus Helsinki macht energiegeladenen Gitarrenpowerpop mit melodramatischen Untertönen, die in Herz und Beine gehen. Wer genau hinhört, dem kann nicht entgehen, dass die Jungs früher die Depeche-Mode-Platten rauf- und runtergedudelt haben müssen, aber das gehört wohl zu pubertären Initiationsriten wie der verklemmte erste Kuss im Jugendclub.
Die Band hat sich nach diversen Auswechslungen des Leadgitarristen reichlich Zeit gelassen mit dem Debütalbum »RAIN INSIDE«. Das Warten hat sich gelohnt, denn Flannelmouth haben eine leidenschaftliche Dringlichkeit entwickelt, die das wohlige Gefühl vermittelt: »Ja, so ist es eben mit dem Scheitern in der Liebe, und die scheinen wirklich viel davon zu verstehen.« Tuomo Kuusi singt die urbanen Hymnen mit einem solch reinen Ernst, als ob sein Seelenheil davon abhinge. Optimistischer Depri-Pop: Das soll den Finnen mal einer nachmachen! (emv)
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