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Syng Meg Heim
(2005, Kirkelig Kulturverksted FXCD 289)
Sondre Bratland, wichtigster lebender Sänger norwegischer Volksmusik, bewies schon immer Vielseitigkeit. So überrascht er etwa mit der Country(!)-CD »SYNG MEG HEIM«, auf der er den Verbindungen zwischen amerikanischer, irischer und norwegischer Folklore nachspürt in eigenen Kompositionen, aber auch mit Hank Williams' »Wedding Bells«, Johnny Cashs »I Still Miss Someone« oder irischen Traditionals wie dem viel interpretierten »The Water Is Wide« – alle natürlich mit norwegischem Text versehen.
Wer ältere Aufnahmen Bratlands kennt, der merkt, dass die mittlerweile 65jährige Stimme etwas unsicher geworden ist. Doch das tut der Faszination dieser schöngeistigen, exquisit und herrlich zurückhaltend instrumentierten CD keinen Abbruch, denn: Sondre Bratlands hat noch immer Charakter, mehr denn je sogar. Zusammen mit den den stilsicheren, gekonnt mit Unschärfebereichen spielenden Früh-/Spätwinter-Fotos im Booklet ergibt das eine niveauvolle CD, so recht zum Zuhören, wenn das Feuer im Kamin knackt und man sich die Wolldecke behaglich über die Beine gelegt hat. (peb)
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