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The Orange Billboard
(2004, Chalksounds CS022)
Während das Potenzial des Vorgängers »JUNE AND NOVAS« nur aufhorchen ließ, wird man von »THE ORANGE BILLBOARD« beinahe überrollt. Die zugunsten der neuen Wucht paktierenden Instrumente, Stimmen und Effekte bilden Pop-Ungetüme: dekadent, gefährlich, süß. Sie tragen das Gewicht von Melodien, die um schmunzelnde Grundsätzlichkeiten, flüchtige Momente oder schale Nachgeschmäcker kreisen.
Um sich aber nicht in purzelnden Harmonie-Seeligkeiten zu verheddern, werden erste Türen mit Abgründen dahinter aufgestoßen und rauschende Geräuschkulissen und zwickende Instrumentals bargelegt. So ganz will es Carina Johansson und Ola Frick nicht gelingen, Abstand zum Schönklang zu entwickeln, aber das sollen sie auch gar nicht. Allzu wohlig umwickeln sie mit zwischen Lakonik und Verträumtheit ansässigen Stimmen versöhnliche Melodien – schwelgerisch und mit Interessantem im Detail: Pianogesäusel, elektronische Subversitäten, Chöre, die ins Glockenspiel-Messer laufen. Ab aufs Mixtape! (maw)
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