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Jygri
(2002, Warner 5050466-0835-2-4)
Ihr erstes Album schlug ein wie eine Bombe: Gåte erzielten mit »JYGRI« Verkaufsrekorde in Norwegen, und es gab gleich einen Spellemanpris als beste Newcomer. Und das ausnahmsweise mal zu Recht, denn mit der Kombination aus Rock und Volksmusik erneuerten die fünf Trönder gleich beide Genres auf atemberaubende Art und Weise. Einerseits holten sie mit den ebenso komplexen wie kunstvollen Arrangements die ganze archaische Wucht aus Liedern wie »Snåle Mi Jente« (»vorgesungen« von einer uralten Wachszylinder-Aufnahme) oder »Margit Hjukse«, einer finsteren Ballade über den grimmigen Bergkönig.
Andererseits polierten sie den ach so langweilig gewordenen Rock auf: mit elektronischem Beiwerk, mit sagenhaften Riffs und natürlich mit der Stimme von Frontfrau Gunnhild E. Sundli, die Rockröhren-Power, Einfühlsamkeit und den klaren, kalten, mit Kicksern und Trillern kunstvoll verschnörkelten Volkston so genau trifft, als habe sie schon ihr ganzes Leben Trachtenkleidung getragen. Diese Songs sind kein »Rock mit Folk-Elementen«, wie ihn so viele Bands praktizieren, um sich in bestimmten Schubladen einzunisten. Sie sind Volksmusik im jungen Gewand. (sep)
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